Dienstag, 15. Dezember 2015

Rezension Die Orangerie von Nike Mangold

Autor: Nike Mangold

Sprache: Deutsch
Taschenbuch, 216 Seiten

ISBN: 978 1518649158

Muss ich haben :)

Erster Satz: 
Als Anna ihr zerschlissenes Tuch am Rande des Hopfenmarkts ausbreitete, hatten alle anderen Händler ihre Stände schon aufgebaut. 

Zitat:
"Er lebt mit dem Kopf in den Wolken. Seine Mutter ist schuld. Sie hat ihn zu viel lesen lassen. Aber worum sorgst du dich den nun?"

Klappentext: 
Hamburg, 1905: Eine junge Frau aus dem Elendsviertel der Stadt erlangt durch ihr Zeichentalent eine Anstellung im vornehmen Harvestehude. Dort entdeckt sie den Tempel der Botanik, verliebt sich in einen Nudisten, kämpft gegen eine raffgierige Kaufsmanngattin und beteiligt sich unwissentlich an einem gigantischen Betrug. 

Zum Buch:
Das harte Leben im Jahre 1905 mit Unmengen an Wissen über die Gesellschaft, Geschichte und Politik in der Stadt Hamburg. 
Es handelt über die Geschichte von Alma, die im Elendsviertel Zeichnungen verkauft, wodurch eine der Damen aus dem vornehmen Harvestehude auf sie aufmerksam wird und sie engagiert um ihre Orchideen zu skizzieren. Als sie sich dann in der Orangerie befindet, trifft sie dort auf den Nudisten Per. Und auch kommt sie Intrigen und bösartigen Machenschaften der Kaufleute auf die Spur.

Fazit:
Ich muss ehrlich sagen, anhand des Covers hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Aber der Klappentext hat auf jeden Fall überzeugt.
Es ist wirklich spannend zu lesen, unter welchen Umständen die Leute damals gelebt haben, sowohl in Harvestehude als auch im Elendsviertel. Es werden einem die sozialen Ungerechtigkeiten vor Augen geführt, und auch die Machenschaften der Kaufleute. Man ärgert sich zusammen mit Alma ein Loch in den Bauch. 
Die Zusammentreffen von Alma und Per bringen einen mehr als einmal zum Schmunzeln, gerade die Dialoge der beiden. Auch sind einem beide Protagonisten sofort sympathisch, das man von Anfang an mit ihnen fühlt, sich freut und leidet. 
Ich denke dieses Buch ist perfekt für alle Leute, die schon mal in Hamburg waren oder dort leben. Leider zählt das für mich nicht, aber das hat diesem Buch absolut keinen Abbruch getan. 
Mal ein etwas anderes Genre, als ich momentan bevorzugt lese, aber dieses Buch überzeugt trotzdem auf ganzer Linie. 
Bewertung:
"Wie viel einfacher wäre das Leben als Pflanze. Man bräuchte nicht viel, nur Wasser, Erde und Licht, verwüchse mit der Scholle, in der man gesprossen war, und bliebe immer am selben Ort. Es sei denn natürlich, die Menschen hatten etwas dagegen."

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